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Inhalt
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Ja, nun ist die Weihnachtszeit vorbei...und
die Weihnachtsgeschichten wohl doch nicht mehr so passend. Aber
löschen mag ich sie auch nicht, irgendwie kann ich mich noch nicht
von trennen *lach* Aber- ich will ja mit der Zeit gehen und daher
nun eine neue Seite mit Ostergeschichten...ich hoffe sie gefallen
euch!
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Freunde
von Jessica Kahlscheuer
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Es war einmal ein kleines Dorf in der Nähe
eines Waldes. Dort lebten ganz viele Hasen-, Igel?, Bären- und sogar Schweinekinder.
Alle Kinder waren befreundet und deshalb gab es auch keine Streitereinen.
An einem ganz gewöhnlichen Sonntagmorgen fuhr ein fremdes Auto in das
Dorf ein. Alle Eltern und Kinder sahen sich verwundert an und fragten
sich, wer das wohl sein könnte. Schließlich hielt es an einem wunderschönen
Haus mit einem großen Garten. Als sich die Wagentür öffnete stieg eine
Igelfamilie aus; eine Mutter, ein Vater und ein Kind. Alle trugen sie
Koffer ins Haus. Die Leute am Straßenrand gingen weiter und fragten ob
denn jemand diese Familie kennen würde. Doch keiner kannte sie. Am späten
Abend hatte die Igelfamilie endlich alle Koffer ausgepackt und die Igelmutter
brachte ihren kleinen Sohn Moritz ins Bett.
"Mama", sagte Moritz, " meinst du das ich hier neue Freunde finden werde?"
"Aber sicher Moritz", sagte die Mutter. "Du findest bestimmt mehr als
du zählen kannst." Aber als schon ein ganzer Monat vergangen war, hörte
die Mutter Moritz bitterlich weinen. "Aber Moritz was hast du denn?" fragte
sie. "Ach Mama", sagte Moritz schlurtzend, "keiner will mit mir spielen.
Jetzt wohnen wir schon einen Monat hier und ich habe immer noch keine
Freunde gefunden." Die Mutter wußte nicht was sie tun sollte. "Weisst
du was?", sagte sie dann schließlich, "wir gehen ein Eis essen." "Na gut"
, sagte Moritz, "aber ich möchte ein ganz großes mit Sahne." "Ja ist gut",
sagte die Mutter die froh war, dass Moritz aufhörte zu weinen. Als sie
auf dem Weg zum Café waren sahen sie ein fremdes Auto, in dem eine Hasenfamilie
saß, die Straße entlang fahren. "Wer das wohl sein mag?", fragte die Mutter.
"Ich habe keine Ahnung", erwiderte Moritz. Als sie dann von ihrem kleinen
Ausflug zurück kamen und Moritz sein versprochenes Eis mit Sahne bekommen
hatte, sahen sie das fremde Auto, das sie vorhin gesehen hatten, neben
ihrem Haus stehen. "Sieh mal", sagte die Mutter, "wir haben neue Nachbarn."
Aber die Hasenfamilie bemerkte die Igelfamilie gar nicht, weil sie damit
beschäftigt waren ihre Koffer ins Haus zu tragen.Moritz beobachtete die
Hasenfamilie noch eine Weile aus seinem Fenster. Er sah, wie ein großer,
starker Hase ganz viele Koffer in das Haus trug und wie kurz darauf eine
Hasenfrau Spielzeug aus dem Auto ins Haus brachte. Moritz fragte sich
, für wen das Spielzeug wohl bis jetzt noch kein Kind gesehen. Aber schon
im gleichen Augenblick ging im Fenster gegenüber ein Licht an und Moritz
erkannte einen kleinen Hasenjungen. Beide sahen sich erschrocken an und
Moritz schaltete daraufhin sein Licht aus und legte sich in sein Bett.
Es war schon sehr spät geworden, aber Moritz konnte einfach nicht einschlafen.
Er fand das so aufregend, dass jemand neues in das Dorf gezogen ist und
er das alles noch gleich neben ihm. Wenn er schon neue Freunde gefunden
hätte, dann hätte er das gleich morgen erzählt. Aber wem sollte er das
erzählen. Er war doch immer noch allein.
Eines Tages als Moritz in seinem Zimmer saß und aus dem Fenster sah, entdeckte
er den kleinen Hasenjungen, wie er auf dem Bett lag und schrecklich weinte.
Moritz sah, dass der Junge sein Fenster geöffnet hatte und darauf hin
beschloss er das selbe zu tun. "Hallo ich bin Moritz", begann er. "Hallo
ich bin Andreas", anwortete der Junge. "Warum weinst du denn?", wollte
Moritz wissen, denn der Hasenjunge tat ihm leid. "Ach" , sagte Andreas,
"ich bin so allein. Ich wohne jetzt schon zwei Wochen hier und ich habe
noch immer keine neuen Freunde gefunden. Meine Mutter hat mir aber versprochen,
dass ich hier genauso viele Freunde haben werde wie früher. Aber das ist
gar nicht wahr." "Mir geht es genauso. Ich wohne jetzt schon über einen
Monat hier und ich bin immer noch alleine", sagte Moritz. Dann sagte zunächst
keiner etwas. Da kam Moritz eine Idee. "Hey Andres, weißt du was? Du bist
so traurig, weil du noch keine neuen Freunde gefunden hast und ich ebenfalls.
Wie wäre es, wenn wir beide Freunde werden? Dann wäre keiner mehr allein
und wir könnten doch so viele Sachen zusammen machen. Wir könnten in den
Wald gehen und uns dort ein Baumhaus bauen. Nur wir beide. Wir werden
richtig dicke Freunde. Na, wie wäre das?" Der Hasenjunge überlegte nicht
lange und willigte ein. "Das ist ja klasse! Wir können uns ja gleich für
morgen verabreden und in den Wald gehen. Dann suchen wir schon mal eine
Stelle für unser Baumhaus aus", sagte Andreas. Moritz sagte zu und verabschiedete
sich.
Dann lief er zu seinen Eltern und erzählte ihnen gleich die Neuigkeit.
"Das ist ja schön. Siehst du, was habe ich dir gesagt? Du wirst hier auch
neue Freunde finden. Nun ist es aber trotzdem Zeit ins Bett zu gehen."
Aber Moritz war so aufgeregt das er nicht schlafen konnte. Andreas schien
es ähnlich zu gehen, da bei ihm auch noch Licht brannte. Wie auf Kommando
standen beide auf und öffnete ihr Fenster. "Weißt du was Moritz? Dieses
mal ist mir eine Idee gekommen", sagte Andreas. " Wir beide waren doch
so allein und den anderen Kinder vor uns wird es nicht anders ergangen
sein. Wie wäre es denn, wenn wir zu jedem der neu ihr in das Dorf kommt
fragen, ob er nicht mit uns spielen will?" "Ja das ist eine tolle Idee.
So machen wir das. Den nehmen wir denn auch mit in unser Baumhaus. Bis
morgen dann", sagte Moritz. Und nun konnte er auch schnell einschlafen
und er träumte, dass Andreas und er die besten Freunde werden, die man
sich nur vorstellen kann.
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Der
tolpatschige Osterhase
von Heinrich Hannover
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Es war einmal ein kleiner, tolpatschiger Osterhase.
Dem fiel beim Ostereiermalen immerzu der Pinsel hin, oder er tupfte mit
der Nase oder mit den Ohren in die Farbe. So hatte er schließlich eine
rote Nase, ein gelbes und ein grünes Ohr, ein blaues und ein weißes Bein
und ein violettes Puschelschwänzchen. Alle anderen Osterhasen lachten,
wenn sie ihn sahen: "Hahaha, du hast ja ein gelbes Ohr" und so weiter.
Zum Schluß fiel ihm der ganze Farbtopf um, und auf dem Boden gab es eine
große Pfütze. "Ach du liebe Zeit!" rief der kleine Osterhase. Und dabei
stieß er aus Versehen an einen Tisch, und alle Eier, die er schon angemalt
hatte, und auch die, die er noch nicht angemalt hatte, fielen hinunter
in die bunte Pfütze. Es war noch ein Glück, daß sie nicht kaputtgingen,
denn der Waldboden war weich vom Moos und von den Gräsern. Wieder lachten
die anderen Hasen über den armen kleinen Tolpatsch, und der weinte eine
Zeitlang. Aber als er anfing, die Eier wieder in den Korb einzusammeln...
...da sah er, daß sie in der bunten Farbpfütze ganz wunderschön geworden
waren. Auf manche Eier hatten sich kleine Gräser und Blumen gelegt, und
an diesen Stellen waren sie weiß geblieben. Sonst sahen sie ganz bunt
wie Regenbogen aus. Die anderen Hasen sahen, wie schön die Eier des kleinen
Tolpatsches geworden waren. Da hörten sie schnell auf zu lachen und wurden
ganz still. Auch die Kinder haben nachher zu Ostern am liebsten die schönen
bunten Eier des tolpatschigen Osterhasen gegessen. Die Kinder suchten
seine Eier im Wald. Sie freuten sich über die besonders schönen Regenbogenfarben
und die Gräser und Blumen darauf. Da hat der kleine tolpatschige Osterhase
hinter einem Busch gesessen und zugeschaut und hat ganz leise gelacht.
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