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Es ist nun über drei Jahre
her...es war der 16.02.02 - an dem Tag kam ich ins Krankenhaus-
Intensivstation- 3 Tage...danach Verlegung auf eine Station für
Depressive in einer Psychiatrie. Es war eine offene Station und
dort verbrachte ich 3 Monate meines Lebens- meines neues Lebens....aber
vielleicht alles von Anfang an....
Depression ist ein Wort mit dem leichtfertig umgegangen wird.
Wie oft hört man: Ich fühle mich depressiv oder auch:
Mensch, bist du depressiv drauf...ohne zu wissen was überhaupt
eine Depression ist... Was diese Menschen oft meinen ist, das
sie sich melancholisch oder einfach auch nur mal traurig fühlen...ganz
normal, das kennt jeder. Man hat mal Tage, wo alles schief läuft
oder auch Zeiten, wo man am liebsten gar nicht aufstehen möchte...aber
im Normalfall vergeht diese Zeit von alleine und man fühlt
sich wieder gut.
Trauer oder auch mal schlecht drauf sein gehört zum Leben
wie glücklich zu sein...das eine gibt es nicht ohne das andere...
Ich selber kenne diese traurigen Phasen, diese niedergedrückte
Stimmung schon seit meiner Kinderzeit...ich habe Mißbrauch
erfahren und überlebt- und eine Überlebenssstrategie
war meine Isolation in meine eigene Welt, mein eigenes Gefängnis...oder
aus dem heutigen Wissen: In meine depressiven Phasen in denen
meine Gefühle nicht mehr präsent waren...
Ich kannte Phasen, in denen ich mich zurückzog- viel weinte,
trauerte oder auch gar nichts mehr fühlte...Nichts mehr zu
fühlen ist schlimmer als zu weinen oder zu trauern...es ist
eine unglaubliche Leere und Einsamkeit...aber auch Ruhe und Sicherheit.
Für mich waren diese Phasen normal, ich kannte es ja nie
anders...das es jemals so weit kommen könnte, das sie behandlungsbedürftig
sind...nein, damit habe ich nie gerechnet.
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